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Jean Paul häppchenweise

Die Meisterköchin und Autorin Beate Roth gab einen interessanten und unterhaltsamen Vortrag zu dem Dichter Jean Paul und über sein Wirken und all das leckere Essen, das in seinen Werken vorkommt.

Es war lehrreich und Augenöffnend.

Brot, was heute so gerne und so variantenreich genossen wird, war früher weder lecker noch so gut zu kauen. Eher etwas zum Nagen. Ausnahme war hier das Weißbrot aus Weizenmehl, das natürlich nur dem Adel vorbehalten war.

Es war üblich, dass jeder seinen eigenen Löffel (und sein eigenes Messer) mitbrachte. Man aß aus einer gemeinsamen Schüssel. Der Gastgeber hatte weder Besteck noch Geschirr vorzuhalten. Man überlege sich, was das für Platz in der Küche schaffen würde, würden wir das heute auch noch so praktizieren!

Natürlich gab es dann Rezepte nach heutigem Geschmack interpretiert und zubereitet von Beate Roth auch zu probieren.

Viele wunderbare Frauen genossen den Vortrag und die köstliche Kulinarik.

Zur großen Freude war auch Ute Spingler mit dabei. Die Künstlerin der Werke, die im Hintergrund zu sehen sind. Sie hatte vor drei Wochen ihre Vernissage im Logenhaus.

Kunst und Kulinarik - was für ein gelungener Abend! ⭐️

 

Lebenslauf

Beate Roth, Designerin, Köchin, Food-Fotografin, stolperte als geborene Wunsiedlerin schon früh über Jean Paul. Sauerklee und Fichtenspitzen ­waren die ersten Pflanzen, die sie in der Puppenküche aufgetischt hat. Nach dem Kunst- und Designstudium erlernte sie den Beruf der Köchin. In Jean Pauls Werken und Briefen wimmelt es nur so von Gerichten, die er besonders liebte, die er bei Einladungen oder Gesellschaften genossen und ebenso genüsslich beschrieben hat – aber auch von Rezepten, die er in damaligen Kochbüchern entdeckte und in seinen Romanen erwähnte. Beate Roth hat sich mit Vergnügen durch Jean Pauls Texte »gewühlt«, schöne Zitate gefunden und darin beschriebene Gerichte kongenial nachgekocht und gekonnt fotografiert. So ist ein wunderbares, üppig ausgestattetes Buch entstanden, das uns den Dichter und Menschen Jean Paul auf ganz neue Weise nahebringt, viel Überraschendes über die Kulturgeschichte des Essens erzählt und so zum Lesen und und Genießen einlädt.

Quelle: Verlag / vlb

 

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